Das Streckelegen erfolgt nach Beendigung der Jagd. Es geht dabei nicht um eine „Zurschaustellung“ der Beute – vielmehr hat dieses Brauchtum seinen Ursprung in einer echten Ehrenbezeugung gegenüber dem Wild. Diesem Grundgedanken sollte bei der Durchführung des Streckelegens unbedingt Rechnung getragen werden!
Leider wird einer brauchtumsgerechten Strecke sowie der dafür vorgesehenen Aufstellung („Antreten“) der Jagdteilnehmer heute oft nicht mehr die Aufmerksamkeit zuteil, die sie eigentlich verdient. Es gibt zwar zahllose Varianten, jedoch ist im Grunde nur eine einzige richtig. Daher finden Sie hier eine Kurzanleitung.
So l(i)egen sie richtig:
Das Wild am Streckenplatz mit der rechte Körperseite auf Tannenäste legen
Die Reihenfolge:
Zuerst das Hochwild (alles Schalenwild ausser Reh), dann das Niederwild (Reh, Haarwild, Hasen, Federwild)
Männliches Wild vor weiblichem Wild
Starkes Wild vor schwachem Wild
Haarwild vor Federwild
Jedes zehnte Stück der Art eine halbe Körperlänge vorziehen
Die Schützen schauen dem Wild in die Lichter (Augen), stehen also vor der Strecke.
Der Jagdleiter steht vor den Schützen "am Kopf" der Strecke.
Hinter dem Wild stehen Bläser und Treiber, die Hundeführer links neben den Treibern
Hier noch schematisch dargestellt: